Neil Gaiman
Coraline
ISBN 978-3-401-06445-1
Hardcover | 175 Seiten | 12,95 [D]
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Coraline

Coraline ist mit ihren Eltern in ein düsteres altes Haus gezogen. Die Nachbarn sind reichlich merkwürdig: Der verrückte Herr mit Schnurrbart erzählt von seinem Mäusezirkus, die schrulligen Schauspielerinnen warnen sie vor dem tiefen Brunnen im Garten. Eines Tages stößt sie im Haus auf eine zugemauerte Tür. Und sieht dort dunkle Schatten verschwinden. Was verbirgt sich dahinter?

Leseprobe

Kapitel 1

Kurz nach dem Umzug entdeckte Coraline in dem Haus, in das sie gezogen waren, die Tür. Das Haus war schon sehr alt. Unter dem Dach hatte es eine Mansarde und tief unten im Boden einen Keller und es gehörte ein überwucherter Garten mit riesigen alten Bäumen dazu. Coralines Familie besaß nicht das ganze Haus – dafür war es zu groß. Ihnen gehörte nur ein Teil davon. Es gab noch andere Leute, die in dem alten Haus wohnten. In der Wohnung unter Coraline, im Erdgeschoss, wohnten Miss Spink und Miss Forcible. Beide waren alt und rund und sie lebten in ihrer Wohnung mit einer ganzen Reihe von alternden weißen Terriern, die Namen wie Hamish und Andrew und Jock hatten. Früher einmal waren Miss Spink und Miss Forcible Schauspielerinnen gewesen, wie Miss Spink Coraline gleich bei ihrer ersten Begegnung erzählt hatte. »Du musst nämlich wissen, Caroline«, sagte Miss Spink und brachte Coralines Namen durcheinander, »sowohl ich als auch Miss Forcible waren zu unserer Zeit berühmte Schauspielerinnen. Wir standen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, Herzchen. Ach, gib Hamish nichts von dem englischen Kuchen, sonst kriegt er wieder Bauchschmerzen und kann die ganze Nacht lang nicht schlafen.« »Ich heiße Coraline. Nicht Caroline. Coraline«, sagte Coraline.

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